Und jetzt das Kleingedruckte: Jedes Kleidungsstück von HAKRO eignet sich ganz hervorragend zur Veredelung, sonst hätten wir es gar nicht erst in der Kollektion. Welche Techniken es gibt, für welches Material sie geeignet sind und ab welchen Stückzahlen das Ganze Spaß macht, das steht hier.
Textilveredelung

Gutes einfach besser machen

Textilveredelung, das ist das Tüpfelchen auf dem i. Aus einem Premiumprodukt von HAKRO wird durch die Individualisierung mit Ihrem Schriftzug, Namen oder Logo Ihre eigene Premiummarke. HAKRO-Qualität mit glatten, engmaschigen Oberflächen und intensiven, waschbeständigen Farben ist natürlich die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Veredelung – und für Ihr Image.

Wir möchten Ihnen hier einige grundlegende Informationen zum Thema Veredelung geben.
Die beste Beratung und Durchführung Ihrer individuellen Veredelung erhalten Sie bei Ihrem HAKRO-Fachhändler.

Selbstverständlich lässt sich jedes Produkt von HAKRO veredeln. Allerdings sind nicht alle Materialien für alle Veredelungsmethoden gleich gut geeignet. Und die Frage, welche Veredelungstechnik zum Einsatz kommt, hängt auch davon ab, welches optische Ergebnis Sie erzielen wollen. Wie viele Farben wollen Sie verwenden? Wie strapazierfähig muss die Textilie sein? Und, da sich manche Verfahren erst bei größeren Auflagen rechnen: Um welche Stückzahlen geht es?

Wir stellen Ihnen hier einige gängige Veredelungsverfahren vor. Da es auch innerhalb der jeweiligen Veredelungstechniken verschiedene Vorgehensweisen gibt und unterschiedliche Maschinen zum Einsatz kommen, weiß Ihr HAKRO-Fachhändler am besten, welche Technik zu welcher Auflage passt.

Mehr Informationen zum Thema „Veredelungsempfehlung" finden Sie hier.

1. Die klassische Logoplatzierung

Das Unternehmenslogo – die Marke – sollte allgegenwärtig platziert sein. Im Bereich Corporate Fashion werden vielfach eher konventionelle Lösungen gewählt. Das erklärt sich leicht aus der guten Sichtbarkeit bei klassischer Platzierung.

2. Die alternative Logoplatzierung

Wenn es etwas modischer zugehen darf, dann kann man gern von der herkömmlichen Platzierung abrücken und ganz neue Bereiche entdecken. Wichtig ist immer, dass Logo oder Schriftzug gut lesbar sind. Gerade wenn mehrere Kleidungsstücke übereinander getragen werden, darf die Veredelung nicht einfach verschwinden. HAKRO-Textilien bieten für diesen Zweck einige intelligente Details.

3. Siebdruck

Der Siebdruck überzeugt durch besonders intensive Farben, gestochen scharfe Details und gute Haltbarkeit auch nach vielen Wäschen. Er bietet eine unglaubliche Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten mit einem fast unbegrenzten Farbspektrum. Vor dem Druck muss für jede Farbe ein Sieb angefertigt werden, was vergleichsweise hohe Fixkosten verursacht. Ein bis zu 10 farbiger Druck für den Sie aus bis zu 2.000 Pantone-Farben auswählen können, ist möglich. Farbabstufungen lassen sich auch durch Rasterung erzeugen. So können auch fotoartige Druckvorlagen mit Farbverläufen realisiert werden. Siebdruckfarben haben eine sehr hohe Beständigkeit gegen Licht- und Witterungseinflüsse. Das Verfahren bietet sich besonders an, wenn große Stückzahlen kostengünstig realisiert werden.

4. Bestickung

Die Stickerei ist bereits seit 1860 die edelste und haltbarste Variante. Heute wird das Bild des Stickmusters digitalisiert, die Bestickung selbst erfolgt auf modernsten Mehrkopfstickmaschinen. Eine Maschine kann bis zu 15 Farben vollautomatisch herstellen, wobei Sie aus über 500 verschiedenfarbigen Garnen Ihre Farben auswählen können. Vorteil: Auch mehrfarbige Motive werden wie eine einfarbige Stickerei berechnet.

5. Patch-Stick

Das Patch-Stick-Verfahren ist die flexible Variante der Bestickung und kommt dann zum Einsatz, wenn edle Stickereien in hohen Stückzahlen umgesetzt werden. Mit dieser Technik können gestickte Wappen und Logos unabhängig vom Trägermaterial hergestellt und anschließend auf die Kleidung aufgebracht werden. Die so genannten Patches haben den Vorteil, dass man flexibel bleiben und sie auch auf Vorrat anfertigen lassen kann. In großen Stückzahlen werden die Patches zu einem guten Preis vorproduziert.

6. Flexdruck

Die gute Alternative zum Siebdruck, wenn es um einfache Motive mit wenigen Farben geht: Der Flexdruck ist eine hochwertige und haltbare Textildruckvariante. Der Druck wird aus einer dünnen, glatten und dehnfähigen Folie hergestellt und hat die Charakteristik eines Siebdrucks. Das Motiv wird mit Hilfe einer Transferpresse unter Druck und Hitze auf das Gewebe übertragen. Sobald der Klebstoff der Deckschicht abgekühlt ist, kann die Trägerfolie abgezogen werden – die Farbschicht (und damit das Motiv) bleibt auf dem Textil. Der Flexdruck empfiehlt sich bei kleinen Auflagen. Großteilige Motive können problemlos auch in hohen Auflagen kostengünstig produziert werden, während sehr kleinteilige Motive zeitintensiv nachbearbeitet werden müssen.

7. DTG

Der Digitaldruck DTG – Direct to Garment – ist ein modernes Verfahren zur Veredelung von Textilien, insbesondere zum Bedrucken von T-Shirts und Sweatshirts. Bei diesem Verfahren wird das Kleidungsstück mit einem Inkjet-Drucker direkt bedruckt. Folien, wie z. B. beim Flexdruck, kommen nicht zum Einsatz. Damit können sowohl helle als auch dunkle Textilien bedruckt werden und es ist möglich, auch kleinste Auflagen (ab 1 Stück) mit beliebig vielen Farben zu bedrucken. Das Ergebnis ist weich im Griff und weist eine hohe Detailtreue sowie eine gute Waschbeständigkeit auf.

8. Strass

Bei der Veredelung mit Strasskristallen werden die kleinen Steinchen, die es in einer großen Auswahl an Farben, Formen und Größen gibt, mit unterschiedlichen Verfahren auf das Kleidungsstück appliziert. Das Motiv wird je nach Verfahren entweder erst auf ein Transferpapier aufgebracht und dann mit einer Transferpresse unter Hitze und Druck auf das Kleidungsstück übertragen oder direkt auf den Stoff aufgebracht. Die Produktionskosten sind stark abhängig von der Anzahl und der Qualität der verwendeten Strasskristalle. Das Verfahren ist technisch sehr aufwendig und entsprechend kostenintensiv, im Ergebnis aber absolut überzeugend.

9. Laser

Eine moderne Art der Veredelung ist die Gravur einer Textilie mit einem Laserstrahl. Das ist eine permanente Veredelungsart, die die Struktur des Stoffes verändert und die nicht auswaschbar ist. Das Motiv wird mit einem Laserstrahl in einer Textilie eingraviert. So entsteht eine außergewöhnliche optische und haptische Wirkung. Besonders gut umsetzbar sind Logos und Schriftzüge bei großflächigen Motiven wie zum Beispiel Rückenprints auf Jacken und Westen. Das Laserverfahren eignet sich ideal für Einzelteile, die eine besonders hochwertige und dezente Wirkung erzielen sollen.

10. Thermo-Sublimationsdruck

Beim Thermosublimationsdruck wird das Motiv unter starker Hitzeeinwirkung auf die Zieltextilie übertragen. Dazu werden die Druckfarben in einen gasförmigen Zustand gebracht und eingedampft. Die übertragenen Motive sind praktisch nicht spürbar und extrem haltbar. Auswaschen lässt sich der Aufdruck kaum. Nur lassen sich manche Farben technisch bedingt nicht auf jeder Untergrundfarbe korrekt darstellen, daher wird das Verfahren idealerweise auf weißen oder hellgrundigen Textilien angewandt.

11. Flockdruck

Die Nr. 1 für Vereine und Sportmannschaften. Beim Flocktransfer wird das Motiv aus einer mit Flockfasern bedruckten Folie ausgeschnitten und dann auf das jeweilige Kleidungsstück aufgebracht. Da die Flockfolie vergleichsweise dick ist, erscheint das Motiv leicht erhaben auf dem Stoff. Die Oberfläche ist flauschig und besitzt eine angenehme, leicht samtige Haptik. Flockdruck ist sehr haltbar, auch die Farben behalten ihre Brillanz noch nach vielen Wäschen. Aufwendiger ist der Direktflock. Dabei wird zuerst ein Kleber im Siebdruckverfahren auf das zu beflockende Kleidungsstück aufgetragen. Das Flockmaterial befindet sich in einem Behälter, der mit einem Elektrostaten verbunden ist, wobei der Boden des Behälters aus einem Metallsieb besteht. Wird zwischen dem Sieb und einer Metallpalette, die sich darunter befindet, ein elektrostatisches Feld aufgebaut, werden die Flockfasern durch das Metallsieb direkt auf das Kleidungsstück „geschossen“. Die Textilie geht anschließend in den Trockenofen.

12. Transferdruck

Im Transferdruck kann man nicht nur flächige Farben brillant darstellen, mit dieser Technik ist auch die Reproduktion von feinsten Farbverläufen und Fotos möglich. Die Farben werden dabei mit Siebdruckmaschinen nicht direkt auf das Textil gedruckt, sondern auf spezielles Trägerpapier vorgedruckt. Anschließend erfolgt im Siebdruckverfahren der „Kleberauftrag“, der die Farben mit der Textilie verbindet. Das Motiv wird mit einer Transferpresse unter Druck und Hitze auf das Gewebe übertragen. Sobald der Klebstoff der Deckschicht abgekühlt ist, kann die Trägerfolie abgezogen werden – das Motiv bleibt auf der Textilie. Der Druck hat einen leicht gummierten Griff und eine geschlossene, luftundurchlässige Oberfläche. Transferdruck ist auch bei kleinen Auflagen kostengünstig realisierbar.