UMWELTWIRKUNGEN BESSER VERSTEHEN
Von der Faser bis zum fertigen Produkt: Die Herstellung von Textilien ist mit unterschiedlichen Umweltwirkungen verbunden. Mit CO₂e-Fußabdrücken und Lebenszyklusanalysen schaffen wir die Grundlage, diese Auswirkungen besser zu verstehen und sichtbar zu machen.
Emissionen reduzieren, wo die größten Hebel liegen
Mehr als 95 % unserer Treibhausgasemissionen entstehen entlang der Lieferkette. Deshalb richten wir unseren Blick besonders auf die vorgelagerten Wertschöpfungsstufen unserer Textilien. Gemeinsam mit unseren Produktionspartnern wollen wir die Emissionen entlang der Lieferkette schrittweise verringern.
Im Fokus stehen dabei Bereiche mit besonders hohem Emissionsanteil, beispielsweise den verstärkten Einsatz zertifizierter Materialien, die zunehmende Nutzung von erneuerbaren Energien bei Produktionspartnern, die Vermeidung von Flugtransporten sowie Ansätze zur Förderung von Recycling und Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig verbessern wir kontinuierlich die Datengrundlage unserer Klimabilanzierung, um Emissionen gezielt dort zu reduzieren, wo sie tatsächlich entstehen.
Wie wir die CO₂e-Fußabdrücke unserer Produkte berechnen
Um die Klimaauswirkungen unserer Textilien zu verstehen, berechnen wir jährlich die CO₂e-Fußabdrücke unserer HAKRO Produkte. Dabei betrachten wir die wichtigsten Stationen entlang des Produktlebenswegs:
- Rohstoffgewinnung und Vorverarbeitung
- Herstellung von Garn, Stoff und Bekleidung
- Verpackungen
- Transporte entlang der Lieferkette
- Lieferung zum Fachhandel
- Entsorgung bzw. Verwertung von Produkt und Verpackung
Die individuelle Nutzungsphase wird nicht berücksichtigt, da Faktoren wie Tragedauer, Waschverhalten oder Veredelung stark variieren und nicht standardisiert berechnet werden können.
Wo in der Herstellung des T-Shirts Emissionen entstehen
Die Grafik zeigt den CO₂e-Fußabdruck unseres HAKRO T-Shirts NO. 593 entlang seines Lebenswegs. Besonders deutlich wird: Der größte Teil der Emissionen entsteht nicht beim Transport, sondern bei der Verarbeitung der Baumwolle zu Garn sowie in energieintensiven Produktionsschritten wie Stricken, Färben und Konfektionieren.
Umweltwirkungen ganzheitlich betrachten
Neben dem CO₂e-Fußabdruck betrachten wir auch weitere Umweltwirkungen unserer Produkte. Im Rahmen unseres LCA-Pilotprojekts haben wir erstmals die Umweltwirkungen ausgewählter HAKRO Textilien entlang der Wertschöpfungskette analysiert. Dabei wurden Rohstoffe, Verarbeitung, Herstellung, Verpackung und Transporte bis zum Versand berücksichtigt.
Neben der Klimawirkung wurden weitere Umweltfaktoren untersucht, darunter Wasserverbrauch und Flächennutzung. Die Analyse erfolgt nach den international anerkannten Standards ISO 14040 und ISO 14044. Ziel ist es, Umweltwirkungen transparenter zu machen, Verbesserungspotenziale zu erkennen und Umweltfußabdrücke für unser gesamtes Sortiment aufzubauen.
